Lehramt studieren in Deutschland

Wenn Sie Lehrer oder Lehrerin werden möchten, müssen Sie eine mehrstufige Ausbildung durchlaufen, die aus dem Lehramtsstudium, das mit einem Master oder Staatsexamen abschließt, und einem Vorbereitungsdienst, dem sogenannten Referendariat, besteht.

Die Fächergruppe Lehramt ist in drei Studienbereiche unterteilt: die Beruflichen Fachrichtungen, die Schulischen Fächer und die Sonderpädagogik, inklusive Pädagogik. Diesen Studienbereichen sind wiederum mehrer Studienfelder zugeordnet, die verschieden miteinander kombiniert werden können.

Da Bildung Ländersache ist, sind die jeweiligen Regelungen und Ausbildungskonzepte, beispielsweise Fächerwahl und -kombinationen, für Lehrer in den 16 Bundesländern unterschiedlich. Allen gemeinsam ist, dass das Lehramtsstudium von der jeweils gewählten Schulform abhängig ist und in der Regel mindestens zwei Fächer studiert werden müssen.

Studentin in der Bibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Foto: Christian Klenk/Universität Eichstätt-Ingolstadt)

"Die KU hat den ganzen Menschen, die ganze Gesellschaft im Blick. Wir wollen auch über unseren Campus hinaus zu wirken, in den Dialog zu treten und Verantwortung zu übernehmen."

Prof. Dr. Gabriele Gien, Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Hochschulporträt Video
Studierende an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Foto: PH Freiburg)

"Die PH Freiburg ist eine bildungswissenschaftliche Universität, in deren Zentrum das Lehren und Lernen in Schulen sowie vor- und außerschulischen bildungswissenschaftliche Forschungsthemen stehen."

Prof. Dr. Ulrich Druwe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Studentinnen der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Foto: Hochschule Ostwestfalen-Lippe)

"Wir leben die Einheit von Forschung und Lehre! Die Studierenden profitieren von erstklassiger Betreuung und starken Kooperationen mit der Wirtschaft. Ideen, die sie entwickeln, finden Anwendung in der Praxis."

Prof. Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Lehramt studieren: Besonderheiten der Länder

Die Kultusministerkonferenz hat Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen in Lehramtsstudiengängen in den 16 Bundesländern festgelegt. Diese ermöglichen den Absolventen und Absolventinnen, den Vorbereitungsdienst auch in einem anderen Bundesland anzutreten, als in dem, in dem das Studium Lehramt absolviert wurde. Dennoch ist es aufgrund der unterschiedlichen Schulformen und Ausbildungskonzepte für Lehrer und Lehrerinnen sinnvoll, das Lehramtsstudium in dem Bundesland zu absolvieren, in dem Sie später auch als Lehrer oder Lehrerin angestellt werden möchten.

Außerdem sollten Sie berücksichtigen, dass es in den 16 Bundesländern zum Teil unterschiedliche Schulformen gibt. Sie sollten am besten bereits im Voraus Ihres Studiums entscheiden, auf welche Schulform Sie Ihr Studium und das darauffolgende Referendariat fokussieren möchten. Diese Entscheidung ist sinnvoll, damit Sie von Anfang an die Schulform studieren, die dem Bundesland, in dem Sie später als Lehrer oder Lehrerin arbeiten möchten, entspricht und dort auch anerkannt wird.

Eine zusätzliche Hürde könnte dafür auch sein, dass einige Bundesländer Studienfächer für das Lehramt anbieten, die es in anderen Bundesländern gar nicht gibt, z.B. das Unterrichtsfach Pädagogik in Nordrhein-Westfalen; andere Bundesländer erlauben wiederum nur bestimmte Fächerkombinationen, wie z.B. in Bayern.

Lehramt studieren: Voraussetzungen

Informationen über Zugangsvoraussetzungen und Studieninhalte erhalten Sie bei den Studienberatungen der Hochschulen oder Sie können sich über die jeweils gültige Fassung der Lehrerbildungsgesetze der Länder informieren. Voraussetzung für das Studium Lehramt ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife, wobei bestimmte Fächerverbindungen und Studiengänge zum Teil auch mit einer fachgebundenen Hochschulreife studiert werden können.

In einigen Studienfächern ist zudem das Bestehen einer Eignungsprüfung Voraussetzung für das Studium Lehramt. Dazu zählen z.B. Sport, Musik und Kunst sowie teilweise auch Fremdsprachen. Für das Lehramt an beruflichen Schulen muss vor dem Referendariat eine einschlägige fachspezifische Tätigkeit von mindestens einem Jahr nachgewiesen werden, wobei eine entsprechend abgeschlossene Berufsausbildung als Nachweis für diese Tätigkeit anerkannt wird.

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Lehramt studieren: Studiengänge nach Bundesland