Neurowissenschaften studieren

Die Neurowissenschaften untersuchen den Aufbau und die Funktionsweise von Nervensystemen, beschäftigen sich also z.B. mit der Entwicklung, Plastizität und Reparatur des Gehirns und Rückenmarks, sowie mit Prozessen wie Gedächtnis, Emotionen, Suchtverhalten und motorischem Lernen bei Menschen und Tieren. Die Fragestellungen werden auf molekularer, zellulärer, physiologischer und organismischer Ebene untersucht. Die Neurowissenschaften vernetzen Teilgebiete der Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Psychologie und Informatik um darauf aufbauend Behandlungsansätze für Erkrankungen der Nervensysteme zu entwickeln.

Wenn Sie Neurowissenschaften studieren möchten, sollten Sie über vertiefte Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Schulfächern Biologie, Chemie, Physik und natürlich Mathematik verfügen. Gute Kenntnisse in Informatik sind hilfreich, gute bis sehr gute Englischkenntnisse Voraussetzung um englische Fachliteratur lesen und ggf. englischsprachige Lehrveranstaltungen besuchen zu können.

Die Neurowissenschaften haben starke Bezüge zu den Studienbereichen Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik.

Neurowissenschaften studieren - Studium und Praktika

In Ihrem Neurowissenschaften Studium werden Ihnen zunächst die medizinisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen z.B. der Chemie, Biologie, Physiologie oder Biochemie vermittelt. Darauf aufbauend finden neurowissenschaftliche Lehrveranstaltungen bzw. Spezialisierungen statt, z.B. in Neurobiologie, Neurophysiologie, Neurotechnologie, Neuroinformatik oder Kognitive Neurowissenschaft.

Wenn Sie Neurowissenschaften studieren möchten, sollten Sie beachten, dass die betreffenden Studienmöglichkeiten meist örtlich zulassungsbeschränkt sind, also die Zulassung anhand eines Numerus Clausus (NC) erfolgt. Das bedeutet, dass Sie einen NC-Wert einhalten müssen, mit dessen Hilfe Hochschulen Studienplätze in Studiengängen vergeben, für die es mehr Bewerber als Studienplätze gibt.

Studium Neurowissenschaften - Perspektiven

Nach einem erfolgreich absolvierten Neurowissenschaften Studium ergeben sich berufliche Einstiegsmöglichkeiten vor allem in der universitären und außeruniversitären Forschung. Hierfür und auch für Führungspositionen wird meist ein Masterabschluss oder auch eine Promotion erwartet. Mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss wie dem Bachelor ergeben sich berufliche Einstiegsmöglichkeiten z.B. in der Pharmaindustrie, der klinischen Praxis oder dem wissenschaftlichen Journalismus. Die Tätigkeitsfelder reichen dabei von der Laboranalyse über die Verfahrens- und Produktentwicklung bis hin zur Gutachter und Sachverständigentätigkeit.

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