Werkstoff- und Materialwissenschaften studieren

Die Werkstoff- und Materialwissenschaften verbinden natur- mit ingenieurwissenschaftliche Inhalten und beschäftigen sich mit der Suche nach und Herstellung von Werkstoffen bzw. Werkstoffkombinationen, die für einen bestimmten Einsatz am besten geeignet sind. Werkstoff- und Materialwissenschaftler suchen also z.B. nach Werkstoffen, die einen PKW leichter und gleichzeitig sicherer machen.

Die Materialwissenschaften sind im Vergleich zu den Werkstoffwissenschaften stärker naturwissenschaftlich geprägt und beschäftigen sich mit dem strukturellen Aufbau von Werkstoffen und deren daraus resultierenden mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften. Bei den Werkstoffwissenschaften überwiegen ingenieurwissenschaftliche Inhalte. Sie beschäftigen sich u.a. mit Verarbeitungsprozessen, die vom Rohstoff über das Werktsoffdesign und die Formgebung bis hin zum Recycling reichen.

Wenn Sie Werkstoff- und Materialwissenschaften studieren möchten, sollten Sie ein generelles Interesse für Naturwissenschaften und technische Grundlagenforschung sowie vertiefte Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik, Chemie und Physik mitbringen. Darüber hinaus sind gute Kenntnisse in der Informatik nützlich, da diese den Zugang zu informationstechnischen Studieninhalten erleichtern. Schließlich sollten Sie über gute Englischkenntnisse verfügen, da Fachliteratur häufig nur in Englisch zur Verfügung steht.

Werkstoff- und Materialwissenschaften studieren - Studium und Praktika

Das Studium Werkstoff- und Materialwissenschaften baut auf mathematischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern auf. Dazu zählen neben der Mathematik, Physik und Chemie u.a. auch die Technische Mechanik, Werkstoffkunde oder die Thermodynamik. Je nach fachlicher Ausrichtung des Studiengangs bzw. Schwerpunktsetzung im Studium kommen z.B. Aspekte der Betriebswirtschaftslehre, Methoden der Projektarbeit oder andere nichttechnische Fächer hinzu.

Abhängig von der schulischen bzw. beruflichen Vorbildung müssen mehrwöchige Vorpraktika vor Beginn des Studiums absolviert und nachgewiesen werden. Während des Studiums gibt es meist Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer, die Sie in der Industrie oder auch an Hochschulinstituten absolvieren.

Werkstoff- und Materialwissenschaften studieren - Perspektiven

Nach Ihrem erfolgreich absolvierten Studium Werkstoff- und Materialwissenschaften ergeben sich z.B. Beschäftigungsmöglichkeiten in der industriellen Forschung und Entwicklung, der Fertigung oder auch im technischen Vertrieb oder dem Öffentlichen Dienst, z.B. bei der Bundesanstalt für Materialprüfung. Auch der Schritt in die Selbständigkeit ist möglich, z.B. als freiberuflicher Produktingenieur.

Als berufliche Tätigkeitsfelder sind vor allem die Qualitätssicherung, das Qualitätsmanagement und die Verfahrens- und Produktentwicklung sowie die Laboranalyse zu nennen. Darüber hinaus kommen z.B. auch eine Gutachter- und Sachverständigentätigkeit, eine Tätigkeit in der Produktionsplanung und -steuerung oder im Vertrieb und Verkauf in Frage.

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